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wie sollten die Pflegekosten finanziert werden?

Pflegekosten-Finanzierung
Written by Giovanni

Eine große und valide Studie der Bertelsmann-Stiftung hat sich mit dem nicht trivialen Thema Pflegekosten-Finanzierung prospektiv auseinandergesetzt. Da eine zunehmende Professionalisierung der Pflege zu erwarten ist und spiegelbildlich ein Rückgang der familienbasierten Pflege, wäre eine Abgabenlast von fast 5 Prozentpunkten eines normalen lohnsteuerpflichtigen Arbeitnehmers zu erwarten. Der einzig gute und ohne weiteres gut gangbare Weg ist eine aus dem Bundeshaushalt abgezweigte Querfinanzierung. Bekanntlicher Weise sprudeln die Steuerquellen weiterhin ungebremst in den Bundeshaushalt, so dass der überschüssige Geld in große Kulturprojekte in den Bundesländern gepumpt werden kann und in die neue Kunsthalle am Potsdamer Platz. Ein Zeichen dafür, dass die Politiker weniger an essentielle Dinge denken und sich nicht um die Not in der Rentenkasse kümmern und die kommende Not in der Pflege-Finanzierung. Nach der nächsten Bundestagswahl, wenn die Grünen ein gewichtiges Mandat bekommen,  wird das Thema gesellschaftsförderliche Umverteilung hoffentlich mehr Gewicht erhalten. Die Bertelsmann-Studie sprich auch von einer Dysbalance des Gesellschaftsvertrages, wenn immer weniger Menschen im Arbeitsprozess qua gesetzlicher Abgaben für die extrem steigenden Pflegekosten ihrer Großeltern und Eltern-Generation zahlen müssen.

Die Studie schlägt vor mehr Steuereinnahmen für die Pflegekasse, vulgo Pflegefinanzierung zu verwenden. Hier weiter lesen beim Tagesspiegel, link.

Ganz so richtig kann ich die Zielrichtung der Studie nicht verstehen, weil die Bundesregierung doch dieses Jahr ein Pflegekosten-Entlastungs-Gesetz in Geltungskraft gesetzt hat, dass ein Rückgriff auf Kinder und nachfolgende Generationen deutlichst eingeschränkt hat. Einkommens-Strukturen von unter 100.000 € sollen nicht in Regress genommen werden können.  Hier weitersurfen zur Bekanntmachung auf die Seite der Bundesregierung, link. Zitat Bundesregierung:

„Derzeit erhalten fast 400.000 alte Menschen finanzielle Hilfe vom Staat, um den Pflegedienst oder den Aufenthalt im Pflegeheim bezahlen zu können“.

Bildrechte pixabay cc Eschtar; truthseeker08

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter