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wozu Neubauen?

bauen wozu
Written by Giovanni

in einem recht interessanten Vortrag im Bergedorfer Schloß in Zusammenarbeiter der Bergedorfer Zeitung und dem Grundeigentümerverband wurde von dem keyspeaker Daniel Fuhrhop dargelegt, dass es deutlichst effizienter ist, vorhandenen Wohnraum besser zu nutzen, als neu zu bauen. Letztendlich ist der Grundgedanke trivial:

Nutze die Baukapazitäten, die du vorfindest, renoviere sie und ziehe das Gewinnerlos aus Vermietersicht und Investment-Verantwortlicher.  Die Kosten für den Umbau sind deutlichst geringer, als die Neubaukosten, sagte der Referent-BWLer.

Warum muß die Oma in der Villa mit den 7 Zimmern wohnen?  Die könnte entweder untervermieten, oder baulich einen Teil des Hauses als Mietwohnung umgestalten. Hier der Blog von Fuhrhop, link.  Er hat auch ein Buch geschrieben mit den Titel „Verbietet das Bauen“. 18 € kostet die Gedankenwiesen, hier zu AMAZON klicken.

Allerdings braucht es ein paar Prämissen, die in der Diskussion mit den Bauverantwortlichen deutlich wurden:

1. Der Bezirksdirektor der Verwaltung von Bergedorf legte dar, dass es in Bergedorf wenig bis gar keine Brachflächen und ungenutzten Wohnraum gäbe.  Das verhält sich in der DDR und Ost-Berlin sicherlich ganz anders.

2. Der Geschäftsführer der Bergedorfer Baugenossenschaften legte dar, dass insbesondere die Nachkriegsbauten seiner umfänglichen Bestandes so leichtfüssig und unsoldige gebaut wurden, dass man Zitat “ die Nachbarn zwei Stockwerke tiefer pinkeln“ hören würde und das das Phänomen ein nicht änderbarer Zustand sei. „Wir müssen uns die heutigen Ansprüche vor Augen führen und dann entscheiden, ob wir neu bauen, oder renovieren. Die tief hängenden Früchte haben wir schon gepflückt und die hochhängenden Früchte sind sehr kostenintensiv zu ernten.  Wir haben es geschafft, dass 20 % des Gesamtbestandes ebenerdig, oder mit Rampen zugänglich gemacht worden sind. Mehr ist zur Zeit nicht drin. Früher hat man in der Bauplanung nicht daran gedacht, dass auch hochaltrige Menschen in der Wohnung ohne Stufen leben wollen würden. Wir haben uns entschieden eine nachhaltige Neubau Investition zu tätigen, weil wir den wachsenden Bedarf der Stadt Hamburg an jeder Stelle spüren.

Bei einem prognostizierten Zuzug der Wachstumsstadt Hamburg von 200.000 Menschen hilft nur eines: Neuen Wohnraum schaffen für die dann 2.000.000 Menschen im Ballungsraum Hamburg, den Speckgürtel außerhalb der Landesgrenzen von Hamburg gar nicht dazu gerechnet.

Zitat Checkpoint Tagesspiegel vom 18.09.2018

„Wir sind und bleiben natürlich die Größten, aber die Stadt wächst nicht mehr so schnell wie in den Jahren zuvor: Während von 2011 bis 2016 im Schnitt fast 50.000 Menschen pro Jahr herzogen (1/20tel des Saarlandes p.a.), waren es 2017 laut Statistikamt nur noch knapp 39.000. Im Schnitt sind die Berliner dabei ein wenig jünger geworden – auch wenn es die Wenigsten an sich selbst bemerken. Für die nächsten Jahre rechnet der Senat (praktischerweise ist die Bauverwaltung für die Prognose zuständig) mit weiter sinkendem Zuzug. Daran lohnt es sich vielleicht zu erinnern, bevor in großem Stil z.B. Kleingärten zugemörtelt werden.“

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter